Gesundheit
Venezuela hat sowohl öffentliche als auch private Gesundheits-
fürsorge. Die öffentlichen Krankenhäuser werden von der Regierung unterhalten,
und bieten kostenlose Behandlung an. Medikamente müssen allerdings bezahlt werden.
Die Bedingungen in den venezolanischen Krankenhäusern sind allerdings oft nicht
so, wie man es von zu Hause gewohnt ist. Private Krankenhäuser bieten deutlich
bessere Bedingungen, verlangen aber immer eine Kreditkarte oder hohe Kautionen,
um überhaupt mit einer Behandlung zu beginnen. Dies gilt selbst für Notfälle,
und ein Aufenthalt in einem privaten Krankenhaus kann oft sehr teuer werden.Selbst
mit einer Auslandskrankenversicherung muss die Behandlung zunächst bezahlt werden,
wir aber in der Regel von der Krankenkasse erstattet. Krankenwägen werden in
Venezuela von den privaten Hospitälern unterhalten, und sind relativ teuer.
Sie sind nicht nur in Krankenhäusern in Bereitschaft, sondern auch an den Kontrollstellen
der Polizei und Nationalgarde (Alcabala) die auf allen Landstrassen und Autobahnen
zu finden sind. Für kleinere Krankheiten kann man sich in den Apotheken kostenlosen
Rat holen. Man bekommt dort auch alle Medikamente, die man von zu Hause kennt
ohne Verschreibung, meistens sogar deutlich billiger.
Für die Einreise nach Venezuela sind keine Impfungen vor- geschrieben. Wenn
man allerdings aus Ländern einreist, in denen bestimmte Krankheiten häufig vorkommen,
kann eine Impf- bescheinigung verlangt werden. Das gilt besonders für einige
afrikanische Länder.
Viele Krankheiten können leicht vermieden werden, wenn man die ein bisschen
Vorsicht walten lässt. Man sollte kein Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser
aus Flaschen trinken. Eiswürfel in Restaurants werden normalerweise aus Mineralwasser
hergestellt, aber es schadet nichts, nochmal nachzufragen.Normalerweise gibt
es mit dem Essen in Venezuela keine Probleme, selbst Hot Dogs und Hamburger
von Strassenverkäufern können bedenkenlos gegessen werden, allerdings sollte
man seinem Magen, wie überall in tropischen Ländern, eine kleine Eingewöhnungszeit
gönnen. Menschen mit empfindlichen Magen sollten mit Eiscremes und Salaten (mit
Leitungswasser gewaschen) etwas vorsichtig sein.
Mit der Sonne sollte man in Venezuela sehr vorsichtig sein. Sie ist sehr direkt
und intensiv, und man kann sich schon nach ein paar Minuten einen heftigen Sonnenbrand
zuziehen. Zumindest am Anfang des Urlaubs sollte man daher am Strand einen Hut
tragen und Sonnencremes mit hohem Schutzfaktor verwenden.
Krankheiten
Die Choleraimpfung gibt nur sehr wenig Schutz vor der Krankheit und hält auch
nur für etwa sechs Monate. Cholera kommt hauptsächlich vom Genuss von bakterienverseuchtem
Wasser und kann daher leicht vermieden werden, wenn man die üblichen Vorsichtsmassnahmen
beachtet.
Hepatitis ‘A’ ist eine unter Reisenden sehr verbreitete Krankheit und kann
sehr ernst werden.Sie wird vor allem durch verseuchtes Essen und Wasser übertragen.
Seit einigen Jahren ist der Impfstoff Havrix auf dem Markt, der einen Schutz
für 10 Jahre oder mehr bietet. Nach zwei Impfungen im Abstand von einigen Wochen,
sollte eine dritte Impfung nach 6 bis 12 Monaten vorgenommen werden, um einen
Langzeitschutz zu gewährleisten. Eine andere Form der Vorbeugung ist die Impfung
mit Immunglobulin, das aus Blutserum gewonnen wird. Es bietet einen Teilschutz
für etwa 6 Monate, der aber lange nicht so zuverlässig wie die Impfung mit Havrix
ist.
Hepatitis ‘B’ ist eine Krankheit, die durch infizierte Körper- flüssigkeiten
verbreitet wird. Sie kann durch Bluttransfusionen, unsaubere Injektionsnadeln
oder Geschlechtsverkehr übertragen werden. Bei Reisen in Länder, in denen diese
Krankheit häufig vorkommt, sollte eine Impfung erwogen werden. Die Impfung besteht
aus 3 Injektionen mit einem Abstand von mindestens vier Wochen zwischen der
ersten und zweiten und fünf Monaten zwischen der zweiten und dritten Injektion.
Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine sehr gefährliche Krankheit, die durch infizierte
Wunden verursacht wird. Diphtherie ist eine ebenfalls nicht ungefährliche Halsinfektion.
Gegen diese beiden Krankheiten sollte sowieso jeder geimpft sein. In beiden
Fällen braucht man nach einer anfänglichen Impfung mit drei Injektionen alle
10 Jahre eine Auffrischung.
Gelbfieber wird durch einen Virus verursacht, der von Moskitos verbreitet wird.
Es kommt in vielen Teilen Südamerikas vor, besonders in Urwaldregionen.In vielen
Ländern ist die Gelbfieberimpfung die einzig vorgeschriebene Impfung, besonders
wenn man aus Ländern einreist, in denen Gelbfieber vorkommt. Die Gelbfieberimpfung
ist sehr wirksam und eine Injektion, die nur von den Gesundheitsämtern vorgenommen
werden darf, hält für 10 Jahre. Sie ist für jeden Südamerikareisenden empfehlenswert.
Die Impfung kann während der Schwangerschaft Komplikationen verursachen, ist
aber für Frauen, die in Gebiete mit hohem Infektionsrisiko reisen wollen, trotzdem
empfehlenswert. Personen mit Eiweissallergie sollten dies vor der Impfung ihrem
Arzt mitteilen.
Malaria wird durch eine bestimmte Moskitoart, die Anophelesmücke übertragen.
Tabletten zur Malariaprophylaxe verhindern keine Infektion sondern verringern
nur das Krankheitsrisiko, in dem sie die Malariaerreger während ihrer Entwicklung
abtöten.Bei der Auswahl der Prophylaxe sind viele Faktoren zu beachten. Viele
Erreger sind inzwischen resistent gegen Resochin, in Kombination mit Paludrine
ist es allerdings immer noch wirksam. Das seit einiger Zeit erhältliche Medikament
Lariam mit dem Wirkstoff Mefloquin kommt nur für eine Kurzzeitprophylaxe in
Betracht, kann allerdings auch als Therapeutikum verwendet werden. Malaria ist
in Venezuela nicht sehr häufig, kommt aber in einigen Dschungelregionen und
sogar an der Küste vereinzelt vor. Aktuelle Informationen sind bei den Tropeninstituten
erhältlich Die beste Vorbeugung besteht jedoch darin, Moskitostiche möglichst
zu vermeiden. Das Risiko einer Erkrankung kann durch Beachtung der folgenden
Ratschläge deutlich verringert werden:
- Tragen sie ab Sonnenuntergang lange Kleidung in unauffälligen Farben.
- Vermeiden Sie Parfüm und Aftershave
- Schlafen sie in gut geschützten Räumen und sprühen Sie das Schlafzimmer
mit Insektizid aus..
- Wenn Sie im Freien oder ungeschützten Räumen schlafen, verwenden Sie ein
Moskitonetz, das zuvor mit Insektizid behandelt wurde.
- Verwenden sie ausreichend Mückenmittel mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid
(DEET) an allen ungeschützten Körperstellen.
- Vitamin B ist eine gute Vorsorge gegen Moskitos
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