Wirtschaft

Venezuelas Wirtschaft · Links

Venezuelas Marktwirtschaft wird mehr als alles andere von seinem größten natürlichen Vorkommen, dem Erdöl, bestimmt. Die vene- zolanischen Ölvorkommen wurden 1914 entdeckt, und machten aus dem armen Land innerhalb kurzer Zeit eines der reichsten Länder Südamerikas. Der größte Aufschwung war in den 70er Jahren, als die von Venezuela mitgegründete OPEC eine 400 - prozentige Anhebung der Ölpreise durchsetzte, was das Landeseinkommen vervierfachte. Das Bruttosozialprodukt stieg sehr schnell und ein ständiger Zustrom von Arbeitssuchenden aus den Nachbarländern setzte ein. 1982 erreichte der Profit aus Erdöl seinen Höhepunkt und hatte mit 19,3 Milliarden US$ einen Anteil von 95 Prozent am gesamten venezolanischen Export.

Bedingt durch die weltweite wirtschaftliche Rezession kollabierten die Ölpreise in den 80er Jahren. Venezuelas Exporteinkünfte sanken dramatisch und ließen das Land mit einer immensen Schuldenlast dastehen, die aus Krediten von ausländischen Banken zur Finan- zierung der Importe in den 70er Jahren stammen. Venezuela ist bis heute nicht in der Lage, diese Schulden zurück zu bezahlen, das Bruttosozialprodukt sinkt und die wirtschaftliche Lage ist schwach und unstabil. Seit 1997 sind allerdings leichte Anzeichen einer Besserung zu erkennen.

Durch das Erdöl als produktive und einzige Einnahmequelle wurden andere wirtschaftliche Bereiche sträflich vernachlässigt. Selbst die Fischerei ist, trotzt riesiger Fischvorkommen, nicht wirklich organisiert. Allerdings wird in letzter Zeit auch in diesemBereich versucht, durch Einführung neuer Technologien einen Aufschwung zu erzielen. Sardellen sind die am meisten gefangenen Fische, gefolgt von Thunfisch, Krabben und Sardinen. Landwirtschaft war nie von besonderer Bedeutung. Nur etwa 4 Prozent des Landes wurden für die Landwirtschaft nutzbar gemacht, wovon heute allerdings fast ein Drittel brachliegt. Obwohl fast 12 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten, ist die Produktion nicht annähernd ausreichend für das Land, und Venezuela muß einen Großteil seiner Lebensmittel importieren. Die wichtigsten einheimischen landwirtschaftlichen Produkte sind Bananen, Mais, Zuckerrohr, Kaffee, Kakao und Tabak.

Außer Öl gibt es noch andere natürliche Ressourcen im Überfluß in Venezuela, allerdings wird dem Abbau von Eisen, Diamanten, Kohle, Bauxit und Gold erst in den letzten 20 Jahren wirtschaftliche Bedeutung beigemessen. Dank der Verfügbarkeit von einheimischen Vorkommen und billiger Energie hat die Schwerindustrie in den letzten Jahren einen leichten Aufschwung erfahren.

Zweifellos ist der Tourismus nach dem Erdöl die zweitgrößte Einnahmequelle Venezuelas. Mit seinem tropischen Klima und der landschaftlichen Vielfalt wurde Venezuela zu einem sehr beliebten Reiseziel ausländischer Touristen, und die Zahl der Reiseveranstalter und Reisbüros im Land steigt ständig. Der Großteil der ausländischen Besucher kommt aus Deutschland, Holland, England, Belgien und Kanada.

Jahrzehntelang konnte Venezuela eine positive Handelbilanz bei- behalten. Exportiert wird hauptsächlich in die USA, Puerto Rico, die Niederlande und Deutschland, während der Großteil der Importe, bestehend aus Maschinen, Transportmitteln und Chemikalien aus den USA kommt.

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