Venezuela liegt in seiner ganzen Ausdehnung in den Tropen.
Die Temperatur unterliegt während des ganzen Jahres nur kleinen Schwankungen
und liegt bei einem Jahresdurchschnitt von über 25°C. Venezuelas Hauptstadt
Caracas hat ein Jahresmittel von 22°C mit Schwankungen von nur 4°C. Die Temperatur
fällt natürlich mit der Höhe und in den Gebirgsregionen der Anden kann es besonders
nachts empfindlich kalt werden. In den höheren Andenregionen fällt sogar Schnee.
Wie alle tropischen Länder hat Venezuela nur zwei Jahreszeiten, die Trockenzeit
(verano) und die Regenzeit (invierno). Sie sind nur durch unterschiedliche Regenraten,
nicht aber durch Temperatur- unterschiede gekennzeichnet. Normalerweise dauert
die Trockenzeit von Dezember bis April/Mai und die Regenzeit von Mai bis November,
es gibt jedoch sehr große regionale Unterschiede. Auch in der Trockenzeit kann
es zu heftigen Regenfällen kommen und in der Regenzeit gibt es manchmal Wochen
ohne Regen.
Regenfälle unterliegen sehr großen regionalen Schwankungen. Während bestimmte
Gebiete wie die karibischen Inseln und die Ebenen entlang der Küste mit nur
280 mm Jahresmittel sehr trocken sind, fällt in anderen Regionen wie in den
Bergen im Norden Venezuelas bis zu 1500 mm Regen. Das Amazonasgebiet ist das
ganze Jahr über feucht und in den Llanos,
einer riesigen Ebene im Südwesten Venezuelas, wechseln sich heftige Fluten in
der Regenzeit mit extremen Dürren in der Trockenzeit ab.
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