Nationalparks in Venezuela

 

Der schweizer Biologe Henri Pittier war der Erste, der auf die ökologischen Probleme Venezuelas hinwies, und die Notwendigkeit erkannte, die Natur zu schützen. Nach dem Tode des Diktators Gómez im Jahr 1935, waren große Gebiete in den Bergen entlang der Küste von Valencia, die sich früher in seinem Privatbesitz befanden, verfügbar. Hier wurde der erste Nationalpark Venezuelas eingerichtet. Seit 1953 trägt dieses Gebiet den Namen "Henri Pittier Nationalpark". Heute gibt es 43 Nationalparks in Venezuela.

Map of the National Parks

Name
Staat
Größe (ha)
Founded
Attractionen
1 585,750
03-11-74
Ebenen, Flüsse, Morichales
2 221,120
08-18-72
Korallenriffe, Karibikinseln, Strände, Sümpfe
3
Canaima
Bolívar
3,000,000
06-13-62
Savannen, Wälder, Tafelberge, Wasserfälle, Flüsse
4
Cerro El Copey
Nueva Esparta
7,130
03-02-74
Buschland
5 32,294
09-03-90
Trockengebiet
6 226,130
10-07-92
Sümpfe, überflutete Wälder
7 584,368
05-04-88
Ebenen, Dünen, Flüsse
8 4,885
05-28-69
Höhlen mit unterirdischen Flüssen
9 16,000
01-25-90
feuchte Regenwälder
10
Dinira
Lara, Trujillo, Portuguesa
45,328
12-22-88
Wälder, Flußgebiete, Moore
11 373,740
03-07-79
Regenwälder, Flüsse, Tafelberge
12
El Avíla
Distrito Federal and Miranda
85,192
12-18-58
Wälder, Savannen, Flüsse, Seen
13
El Guácharo
Monagas and Sucre
62.700
05-28-75
Höhlen, Flüsse, Fettvögel
14
El Guache
Lara and Portuguesa
12,500
03-26-93
Nebelwälder, Flüsse
15
El Tamá
Táchira and Apure
139,000
03-07-79
Nebelwälder, Moore
16
Guaramacal
Trujillo and Portuguesa
21,491
05-30-88
Nebelwälder, Moore
17
Guatopo
Miranda and Guárico
122,464
03-31-58
Wälder, Flüsse
18
Henri Pittier
Aragua and Carabobo
107,800
02-13-37
Nebelwälder, Trockenwälder, Strände
19 330,000
03-07-79
Wälder, Tafelberge, Seen
20
Laguna de La Restinga
Nueva Esparta
18,700
02-08-74
Sümpfe, Kanäle, Strände
21 39,100
02-22-74
Sümpfe, Lagune, Strände
22
Macarao
Distrito Federal and Miranda
15,000
12-12-73
Feuchtwälder
23
Mariusa
Delta Amacuro
331,000
07-07-92
Kanäle, Sümpfe, Palmen
24 91,280
02-06-74
Dünen, Disteln
25
Mochima
Anzoátegui and Sucre
94,935
12-20-73
Strände, Korallenriffe, Inseln
26
Morrocoy
Falcón
32,090
05-27-74
Sümpfe, Karibikinseln, Strände
27
Páramos Batallón y La Negra
Mérida and Táchira
95,200
01-31-89
Moore, Feuchtwälder
28 3,900,000
08-01-91
Orinocoquelle, Regenwälder
29 37,500
03-07-79
Strände, Wälder
30
Perijá
Zulia
295,288
03-07-79
Regenwälder, Moore, tundras
31 80,000
07-01-93
Regenwälder, Flüsse
32
San Esteban
Carabobo
44,050
02-02-87
Wälder, Küstenlandschaft, Inseln
33 1,360,000
03-07-79
Regenwälder
34
Sierra La Culata
Mérida and Trujillo
200,400
03-29-90
Moore, Regenwälder
35
Sierra Nevada
Mérida and Barinas
276,446
05-02-52
Gletscher, Moore, Wälder, Lagunen
36 20,000
12-05-87
Feuchtwälder, unterirdische Flüsse
37
Tapó-Caparo
Mérida, Táchira and Barinas
205,000
03-26-93
Feuchtwälder, Flüsse, Staudamm
38
Terepaima
Lara and Portuguesa
18,650
06-10-76
Feuchtwälder
39
Tirgua
Cojedes and Yaracuy
91,000
03-26-93
Wälder, Seen
40 70,000
06-17-92
Sümpfe, Kanäle, Wasserfauna
41 14,584
06-13-62
Nebelwälder, Quellen
42
Yapacana
Amazonas
320,000
03-07-79
Regenwälder, Tafelberge
43
Yurubi
Yaracuy
23,670
03-18-60
Nebelwälder, Flüsse, Seen

 

Aguaro-Guariquito

In diesem riesigen Gebiet gibt es drei Nationalparks: Río Viejo in den westlichen Llanos in der Nähe der Anden, Aguaro-Guariquito im Bundesstaat Guarico und Cinaruco-Capanaparo im östlichen Teil der Llanos. Insgesamt bedecken die drei Nationalparks eine Fläche von 1.250.000 ha.

Archipiélago Los Roques

Der Archipel Los Roques ist wahrscheinlich die meistbekannte von Venezuelas karibischen Inseln. Los Roques liegt 170km nördlich von Caracas und ist ein Atoll aus Riff-Inseln, Flut-Inseln und Riffen rund um die Laguna Central. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Lebensformen rund ums Riff und deshalb wurde die Gegend 1972 zum Nationalpark erklärt. Mit einer Fläche von 225,153ha ist der Archipel Venezuelas größter Wasserpark. Die Inseln sind von strahlend weißem Sand umsäumt und bei Ebbe ragen fingerähnliche Sandbänke ist türkisfarbene Meer. Das Wasser rund um die 19 km Korallengärten ist kristallklar und bietet fantastische Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten. Die Küsten, mit ihren eingestreuten Mangroven, bieten einen starken Kontrast zum unfruchtbaren Gras und trockenen Gestrüpp im Landesinneren.

Der Archipel hat eine jährliche Durchschnittstemperatur von 29°C, dabei bleiben die Nächte aufgrund der regionalen Brisen aber eher kühl. Die Temperatur erreicht im Juli ein Spitze von 34°C und im Januar einen Tiefpunkt von 24°C, gelegentlich gibt es Regen von September bis Januar.

Los Roques wurde ursprünglich vor 900 Jahren von Indianern besiedelt. Die Kolonisation begann einige Jahre später auf der Insel El Gran Roque, nachdem Fischer aus Margarita den Reichtum der Gewässer dieser Gegend entdeckt hatten. Heute ist El Gran Roque, die größte Insel, Heimat für einen Großteil der ca. 1000 Einwohner des Archipels. Der Rest der Bevölkerung sind meist Caraquenos, die in Ferienhäusern der benachbarten Inseln Rasquí und Madrizquí leben. Auch viele Touristen frequentieren den Archipel, die meistbesuchte Insel ist Cayo Francés. Wie Isla Margarita besteht auch Cayo Francés eigentlich aus zwei Inseln, die nur durch eine Sandbank verbunden sind, und beide bieten ruhiges Wasser und Surfgelegenheiten.

Los Roques ist berühmt für seine Vielfalt der Meerestierwelt. Einige der vielen Arten sind der Papageienfisch, der Baracuda, der Rotbarsch, Delphin, Hai, Oktopus, Hummer und die fast ausgestorbene Königinnenmuschel. Grüne Schildkröten besuchen die Strände und legen Eier und auf der Insel Dos Mosquieses Sur befindet sich La Fundación Científica Los Roques, eine biologische Forschungsstation, die sich der Erhaltung der grünen Schildkröten der Region gewidmet hat. Die Vogelwelt - Zugvögel und ständig hier lebende Vögel - überschreitet 90 Arten und beinhaltet riesige Möwenkolonien, Boobies, Fregattvögel, Pelikane, Reiher und rote Ibise. Es gibt keine eingeborenen Säugetiere auf den Inseln, aber Hunde und Ziegen wurden nach El Gran Roque gebracht. Viele Reptilien, darunter Leguane, Chamäleons und Salamander leben auf den größeren Inseln.

Touristen, die Los Roques erforschen wollen, können Tagesausflüge machen und ein Boot mieten. Es gibt an die 30 Hotels auf El Gran Roque und posadas auf Cayo Francés, Franicisqui und Krasqui. Camper brauchen eine Erlaubnis von Inparques in Caracas. Es gibt tägliche Flüge von Margaria und Maiquetia nach Los Roques. Der Archipel kann auch mit den Boot von La Guaria, einer Stadt nordöstlich von Caracas, erreicht werden. Einige Reisebüros bieten all-inclusive Pakete zu den Inseln an.

Canaima

Der Canaima Nationalpark ist einer der sechs größten Nationalparks der Welt. Mit einer Fläche von 300,000km² und einer vertikalen Ausdehung von 400 - 2,400m umfaßt der Park die Laguna Canaima, das Carrao Becken, die Berge der Sierra de Lema, die Gran Sabana und die Angel Fälle. Die Landschaft des Parks ist dramatisch und kontrastreich. Massive geologische Verschiedenheit und Höhenunterschiede bieten eine Vielzahl an Lebensräumen, die sich in einer üppigen Flora zeigen. Die Savanne reicht von trockenem Grasland bis zu Sumpfland mit Moriche Palmen. Die feuchte Luft des Regenwalddaches ist die Heimat für bromeliads, Baumfarne und lichens. Der Park ist charakterisiert von Tafelbergen, hauptsächlich in der Gran Sabana, die eine erstaunliche Kulisse bei Sonnenauf- und untergängen bieten. Der Park hat auch eine exotische Tierwelt. Jaguar, Puma, Ozelot, bush-dog, Brillenbär, Riesenotter, Tapir, Gürteltier, Wasserschwein, brocket deer, agouti, Riesenameisenbär, raccoon, peccary, tree porcupine, Faultier und capuchin, Brüllaffen und stripey-faced Affen sind nur einge der unzähligen Säugetierarten der Region. Canaima ist berühmt für seine Menge an Vogelarten, darunter der Tukan, macaws, Papageien parakeets, cock-of-the-rock, banaquit und Kolibris. Es gibt außerdem viele Arten an Reptilien und Amphibien, wie Chamäleons, Kaimane, iguanas, Baumfrösche und viele Schlangenarten. Die Durchschnittstemperatur reicht von 10-21°C, abhänging von Höhe und Jahreszeit, die Trockenzeit ist von Januar bis März.

Cerro El Copey

Margarita hat zwei Nationalparks: Cerro el Copey und Laguna de la Restigua und drei Naturdenkmäler (kleine Parks): Cerro Matasiete y Guayamurí, La Laguna de Las Marites und Las Tetas de María Guevara. Alle schützen viele Lebensformen und sind Heimat für verschiedene Arten von Wildtieren. Vögel wie Flamingos, Pelikane und rote Ibisse gibt es häufig in den Mangrovensümpfen von La Laguna de la Restinga. Der Park hat eine Fläche von 10,700ha und kann auf einer Straße erreicht werden. Besucher können Boote am Anlegesteg mieten, um durch die Mangroven zu fahren. Cerro El Copey umfasst eine Fläche von 7,130 ha und bedeckt sowohl Flachland mit kleinen Dörfern als auch bewaldete Berge, die einen fantastischen Ausblick über die Insel bieten. Der Park ist im zentral östlichen Teil der Hauptinsel und kann auf der Straße von La Asunción erreicht werden.

Cerro Saroche

Cerro Saroche liegt im Herzen des Staates Lara und bedeckt ein Gebiet von 32.294 ha Ebenen, Hügel und Berge. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus Heideland und die einheimische Fauna besteht unter anderem aus Bergkatzen, Ameisenbären und Webervögeln. Der Park kann über die Straße von Barquisimeto aus erreicht werden.

Ciénagas del Catatumbo

Ökotourismus in der Umgebung des Maracaibo-Sees steckt immer noch in den Kinderschuhen, obwohl Ausflüge zum Nationalpark Ciénagas del Catatumbo und ins Naturreservat Ciénaga De Los Olivitos angeboten werden. Beide bieten eine große Vielfalt an Tierleben. Los Olivitos wurde im Jahre 1986 zum Naturreservat erklärt und seltene Tierarten wie Seekühe, Küstenaligatoren und Wasserschildkröten leben innerhalb der 26.000 ha großen Meeres- Küsten- Süßwasser- und Mangrovenumgebung. Das Reservat ist auch Heimat einiger Zugvogelarten, wie z.B. den Flamingos.

Der Nationalpark Ciénagas del Catatumbo umfaßt eine Fläche von 269.400 ha und liegt am südwestlichen Ufer des Sees zwischen den Flüßen Catatumbo und Santa Ana. Das Gebiet wurde 1991 zum Nationalpark erklärt, um die Sümpfe und Feuchtgebiet-Lebensräume dieser Region zu schützen. Der Park beheimatet sehr viele Vogelarten, wie Reiher und Störche. Säugetiere wie das Capybara (Wasserschwein), Waschbären und Süßwasserdelphine leben ebenfalls in dieser Region.

Cinaruco-Capanaparo

In diesem riesigen Gebiet gibt es drei Nationalparks: Río Viejo in den westlichen Llanos in der Nähe der Anden, Aguaro-Guariquito im Bundesstaat Guarico und Cinaruco-Capanaparo im östlichen Teil der Llanos. Insgesamt bedecken die drei Nationalparks eine Fläche von 1.250.000 ha.

Cueva de la Quebrada del Toro

Weiter im Südosten liegt der kleinere Nationalpark Cueva de la Quebrada del Toro. Der Park ist berühmt für sein ausgedehntes Höhlensystem mit beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten. Die größte Höhle, die Cueva del Toro ist 1.200 m lang und beherbergt den Fettvogel (guácharo) und viele Arten von Fledermäusen. Viele der Höhlen haben unterirdische Flußläufe, unter ihnen auch zwei riesige, über 200 m lange Reservoirs, die mit dem Boot erreicht werden können. Um in die Höhlen, die mit dem Geländewagen von   Santa Cruz de Bucaral aus zu erreichen sind, zu gelangen ist ein Führer notwendig.

Chorro El Indio, Dinira

Fast eine Million Hektar der venezolanischen Anden wurden zu Nationalparks erklärt. Es gibt insgesamt acht Nationalparks in der Andenregion, wovon die bekanntesten Sierra Nevada und Sierra de la Culata sind. Der Nationalpark Sierra Nevada wurde 1952 gegründet und bedeckt 276,446 ha der Anden, darunter auch die kleinere Bergkette von Santo Domingo. Der Park beinhaltet außerdem die höchten Gipfel des Landes: Pico Bolívar (5007m), Pico Humboldt (4942m), Pico La Concha (4920m) und Pico Espejo (4765m), auf welchen die längste und höchste Seilbahn der Welt führt. Der Nationalpark La Culata umfaßt eine Fläche von 200,400 ha mit dem merkwürdigen páramo de piedras blancas an seinem höchsten Punkt. Die restlichen Nationalparks in den Anden sind Dinira, Guaramacal, Páramos Batallón y La Negra, Chorro El Indio, El Tamá und Tapó-Caparo.

Die Parks in den Anden bieten verschiedenste Landschaften innerhalb des beachtlichen Höhenunterschieds ihrer Gipfel und Täler. Subtropische Wälder verteilen sich in den Niederungen, Wolkenschichten bedecken die höheren Hänge und oberhalb von 3,300 m liegt offenes Heidemoor, bekannt als die Páramos, das sich bis zum ewigen Schnee der Gipfel ausstreckt. Zu den Säugetieren innerhalb dieses facettenreichen Ökosystems gehören unter anderem der Puma, der Jaguar, der Fuchs, der rote Brüllaffe, der Waschbär, das Stachelschwein und der gefährdete Brillenbär. Forellen und Lachse laichen in den Flüssen. An Vögeln findet man unter anderem den Adler, den Papagei, den Kolibri, den Quetzal, die Eule, den Eichelhäher, den Pieper, den Ziegenmelker und den Tukan ebenso wie den Andinischen Kondor, der erst vor kurzen wieder ins Land gebracht wurde. Die Pflanzenwelt ist genauso vielfältig. Tausende verschiedene Arten wurden bis jetzt identifiziert, unter anderem verschiedene Arten von Farnen, Pinien, Orchideen, Bromelia und Flechten. Der berühmte frailejón (espeletia) ist die typische Pflanze der Páramos. Über 40 verschiedene Arten dieser großen, beige-blättrigen Pflanze wachsen in dieser Gegend und blühen mit gelben Blüten von September bis Dezember.

Abgesehen davon, daß sie ein Paradies für Botaniker und Wildlife-Enthusiasten sind, bieten die Anden die weitaus besten Möglichkeiten im Land für Abenteuersportarten. Eine Vielzahl von Aktivitäten wird angeboten, z.B. Wandern, Trekking, Bergsteigen, Klettern, Paragleiten, Fischen, Reiten, Campen und Mountainbiken. Alles kann bei verschiedenen Reisebüros gebucht werden.

Es gibt zwei "Haupteingänge" in die Sierra Nevada. Der eine ist das Dorf Los Nevados im Norden, das mit einer Seilbahn von Barinitas oder mit einem Jeep von Mérida aus erreicht werden kann. Der andere ist La Laguna Mucubají im Süden, gleich neben der Straße nach Santo Domingo. Sierra de la Culata ist am besten von der Stadt La Culata zu erreichen. Jeeps, die für Routen abseits von gewöhnlichen Wegen unbedingt zu empfehlen sind, können auch ohne Fahrer gemietet werden. Um in den Park fahren zu dürfen, ist eine Erlaubnis von einem INPARQUE Büro notwendig.

Duida-Marahuaca

Der Nationalpark Duida-Marahuaca liegt im Zentrum des Staates Amazonas. Der Park ist ein Paradies für Ornithologen, und kann mit dem Boot über die Flüsse Iguapo, Padamo und Cunucunuma erreicht werden. Die nächstgelegenen Landepisten sind in Esmeralda und Comunidad de Culebra.

El Avíla

Der Nationalpark El Ávila bedeckt 85,192ha Küste und Berge zwischen Caracas und der Karibik. Von der Küste weg ansteigend erreichen die Berge Höhen von 2,765m (Pico Naiaguatá) und 2,640m (Pico Silla de Caracas). Während die südlichen Hänge, die die Stadt überblicken, größtenteils unbewohnt sind, sind die meerseitigen Hänge von Siedlungen gespickt. Der Park bietet Schutz für eine Vielzahl von Tieren, darunter sind der Jaguar, der Puma, der Ozelot, Hirsche, Wildmeerschweinchen, das Gürteltier, Opossum, der Brüllaffe, das Faultier und verschiedene Schlangenarten. Die Vogelwelt ist genauso vielfältig und beinhaltet viele Arten von Tukanen, Papageien, den Kuckuck, Nachtfalken und Kolibris.

Besucher brauchen eine Erlaubnis (erhältlich bei INPARQUES), um den Park betreten zu dürfen. Der Park hat eigene Campingplätze und ein Hotel. Über 200km Wanderwege bieten Besuchern exzellente Strecken und den Park zu erforschen, vorbei an schönen Wasserfällen hin zu Aussichtspunkten mit traumhaftem Blick. Auch Allradfahrzeuge können gemietet werden, um die einspurige Straße, die den Park durchquert, befahren zu können. Der Park ist von Caracas und La Guaira erreichbar.

El Guácharo

Der Nationalpark Cueva del Guácharo bedeckt eine Fläche von ca. 45.500 ha. Die Attraktion des Parks ist die Guácharo Höhle selbst, mit einer Länge von über 10,5 km die längste Höhle Südamerikas. Sie wurde zusammen mit ihren einzigartigen Bewohnern, den Guácharos (Fettvögel) im Jahre 1799 von Alexander von Humboldt entdeckt. Der Guácharo, verlässt seine Höhle in der Dämmerung, um sein Futter, verschiedene Saaten, zu suchen. Zur Orientierung benutzt er ein Echolotsystem, ähnlich den Fledermäusen. Die Höhle wird von etwa 18.000 Exemplaren des Guácharo, sowie von Mäusen, Grillen und Krabben bewohnt. Besucher werden von Führen mit Laternen über einen betonierten Weg durch die Höhle geleitet, entlang riesiger Hügel von heruntergefallenen Saaten. Einiger dieser Körner gehen auf, die Pflanzen erreichen jedoch mangels Licht nie ihre echte Größe. Stalagmiten und Stalagtiten bilden mit anderen geologischen Formen interessante Gebilde, die an Tiere oder Pflanzen erinnern, und auch deren Namen tragen. Nur der erste Teil der Höhle ist für Besucher geöffnet. Es ist möglich, weiter in die Höhle hinein zu kommen, dafür ist allerdings eine besondere Ausrüstung und eine Genehmigung der Parkbehörde INPARQUE notwendig. Der Zugang in die entfernteren Bereiche der Höhle hängt allerdings auch von der Jahreszeit ab, da Teile während der Regenzeit im August und September überflutet sein können.

Der Rest des Nationalparks ist dichter Wald, mit sehr schönen Wanderwegen, auf denen viele Vögel und Pflanzen beobachtet werden können. Etwa 20 Minuten vom Eingang der Höhle entfernt, gibt es einen schönen Wasserfall, in dem man auch baden kann.

El Guache

Der Nationalpark El Guache bedeckt eine Fläche von 125.000 ha und liegt zwischen zwei unabhängigen Bergketten in den Staaten Lara und Portuguesa. Brüllaffen, Brillenbären, Hirsche und Ameisenbären können in dem Park beobachtet werden.

Guaramacal, El Tama

Fast eine Million Hektar der venezolanischen Anden wurden zu Nationalparks erklärt. Es gibt insgesamt acht Nationalparks in der Andenregion, wovon die bekanntesten Sierra Nevada und Sierra de la Culata sind. Der Nationalpark Sierra Nevada wurde 1952 gegründet und bedeckt 276,446 ha der Anden, darunter auch die kleinere Bergkette von Santo Domingo. Der Park beinhaltet außerdem die höchten Gipfel des Landes: Pico Bolívar (5007m), Pico Humboldt (4942m), Pico La Concha (4920m) und Pico Espejo (4765m), auf welchen die längste und höchste Seilbahn der Welt führt. Der Nationalpark La Culata umfaßt eine Fläche von 200,400 ha mit dem merkwürdigen páramo de piedras blancas an seinem höchsten Punkt. Die restlichen Nationalparks in den Anden sind Dinira, Guaramacal, Páramos Batallón y La Negra, Chorro El Indio, El Tamá und Tapó-Caparo.

Die Parks in den Anden bieten verschiedenste Landschaften innerhalb des beachtlichen Höhenunterschieds ihrer Gipfel und Täler. Subtropische Wälder verteilen sich in den Niederungen, Wolkenschichten bedecken die höheren Hänge und oberhalb von 3,300 m liegt offenes Heidemoor, bekannt als die Páramos, das sich bis zum ewigen Schnee der Gipfel ausstreckt. Zu den Säugetieren innerhalb dieses facettenreichen Ökosystems gehören unter anderem der Puma, der Jaguar, der Fuchs, der rote Brüllaffe, der Waschbär, das Stachelschwein und der gefährdete Brillenbär. Forellen und Lachse laichen in den Flüssen. An Vögeln findet man unter anderem den Adler, den Papagei, den Kolibri, den Quetzal, die Eule, den Eichelhäher, den Pieper, den Ziegenmelker und den Tukan ebenso wie den Andinischen Kondor, der erst vor kurzen wieder ins Land gebracht wurde. Die Pflanzenwelt ist genauso vielfältig. Tausende verschiedene Arten wurden bis jetzt identifiziert, unter anderem verschiedene Arten von Farnen, Pinien, Orchideen, Bromelia und Flechten. Der berühmte frailejón (espeletia) ist die typische Pflanze der Páramos. Über 40 verschiedene Arten dieser großen, beige-blättrigen Pflanze wachsen in dieser Gegend und blühen mit gelben Blüten von September bis Dezember.

Abgesehen davon, daß sie ein Paradies für Botaniker und Wildlife-Enthusiasten sind, bieten die Anden die weitaus besten Möglichkeiten im Land für Abenteuersportarten. Eine Vielzahl von Aktivitäten wird angeboten, z.B. Wandern, Trekking, Bergsteigen, Klettern, Paragleiten, Fischen, Reiten, Campen und Mountainbiken. Alles kann bei verschiedenen Reisebüros gebucht werden.

Es gibt zwei "Haupteingänge" in die Sierra Nevada. Der eine ist das Dorf Los Nevados im Norden, das mit einer Seilbahn von Barinitas oder mit einem Jeep von Mérida aus erreicht werden kann. Der andere ist La Laguna Mucubají im Süden, gleich neben der Straße nach Santo Domingo. Sierra de la Culata ist am besten von der Stadt La Culata zu erreichen. Jeeps, die für Routen abseits von gewöhnlichen Wegen unbedingt zu empfehlen sind, können auch ohne Fahrer gemietet werden. Um in den Park fahren zu dürfen, ist eine Erlaubnis von einem INPARQUE Büro notwendig.

Guatopo

Südöstlich von Caracas und über die Grenze des Staates Miranda ist der Guatopo Nationalpark. Der Park umfaßt die Bergkette zwischen den Städten Santa Teresa del Tuy und Altagracia de Orituco und hat eine Fläche von 92,640ha.

Der Park ist hauptsächlich von Sumpfwäldern bedeckt, und von zahlreichen Sümpfen und Flüssen durchzogen. Einige Arten von Orchideen sind unter der üblichen Regenwaldvegetation zu finden. Die Tierwelt beinhaltet den Jaguar, Puma, Ozelot,   Tapir, Riesengürteltiere, Opossums, Wasserschweine, Kapuzineraffen, Brüllaffen, Vipern, Klapperschlangen, Fer-de-lance, Boas und Korallenschlangen. Als ein Vogelbeobachterparadies zeigt der Park Adler, Aras, Tukane, Papageien, Falken, Kolibris, chachalacas, caciques und Eichelhäher. Das Klima variiert mit der Höhe, die Temperaturen reichen von 14°C bis 22°C. Der Park bietet gute Wanderwege und Campingmöglichkeiten und hat eine Straßenverbindung nach Caracas, auf der regelmäßig Busse verkehren.

Henri Pittier

Der schweizer Biologe Henri Pittier war der erste, der die ökologischen Probleme Venezuelas und die Notwendigkeit, die Ökosysteme zu schützen, aufgezeigt hat. Dank seinen Leistungen entstand ein Nationalparksystem. 1937 wurde die Gebirgsregion entlang der Nordküste Venezuelas erster Nationalpark. Ursprünglich Rancho Grande benannt, wurde er 1953 in la Parque Nacional Herni Pittier umgetauft. Der Park bedeckt eine Fläche von 107,800ha und erstreckt sich südlich der Karibikküste in die Berge bis fast nach Maracay. Seine dramatische Topografie ist charakterisiert von steilen Hängen, die mit Laubwäldern und tropischen Wäldern bedeckt sind.

Die Flora des Parks ist üppig, und Baumfarne, Bromelien und verschiedene Arten von Zierpflanzen, besonders die seltene und vom Aussterben bedrohte Gunnera pittierana blühen das ganze Jahr über. Die Tierwelt ist genauso vielfältig und im Park leben Pumas, Ozelote, Otter, Hirsche, Tapire, Kinkajous, Coatis, Stachelschweine, einige Schlangen- und Eidechsenarten und der Marsupialfrosch. Der Park liegt an einer Zugvogelroute und demnach ist die Vogelwelt unglaublich: Curassows, Sittiche, Falken, Adler, kites, Tukane, Oropendolas, Papageien, Eulen, bellbirds, manakins, Eichelhäher, caciques, chachalacas und Spechte. Der Portachela Paß ist der niedrigste Punkt am Bergrücken und als Treffpunkt für tausende Zugvögel jedes Jahr besonders geeignet. Es ist der beste Vogelbeobachtungspunkt im ganzen Park.

Eine biologische Forschungsstation (Estación Biologica de Rancho Grande) mit einem zoologischen Museum befindet sich ebenfalls im Park und ist für Besucher geöffnet. Der Park kann mit dem Bus oder Taxi von Maracay erreicht werden und ist ein beliebter Ort zum Wandern und Campen. Die Regenzeit ist von April bis November, die Trockenzeit von Dezember bis März.

Jaua-Sarisariñama

Jaua-Sarisarinama Nationalpark liegt in der südöstlichen Ecke der Region und bedeckt 330,000ha. Die drei großen Tafelberge der Region sind bekannt für ihre Höhlen. Geformt von unterirdischen Wasserwegen sind sie wahrscheinlich die ältesten Höhlen des Kontinents. Es gibt eine große Zahl an Lebensformen, darunter auch viele endemische Arten. Der Zutritt zum Park ist nur wissenschaftlichen Forschern erlaubt.

Laguna de La Restinga

Margarita hat zwei Nationalparks: Cerro el Copey und Laguna de la Restigua und drei Naturdenkmäler (kleine Parks): Cerro Matasiete y Guayamurí, La Laguna de Las Marites und Las Tetas de María Guevara. Alle schützen viele Lebensformen und sind Heimat für verschiedene Arten von Wildtieren. Vögel wie Flamingos, Pelikane und rote Ibisse gibt es häufig in den Mangrovensümpfen von La Laguna de la Restinga. Der Park hat eine Fläche von 10,700ha und kann auf einer Straße erreicht werden. Besucher können Boote am Anlegesteg mieten, um durch die Mangroven zu fahren. Cerro El Copey umfasst eine Fläche von 7,130 ha und bedeckt sowohl Flachland mit kleinen Dörfern als auch bewaldete Berge, die einen fantastischen Ausblick über die Insel bieten. Der Park ist im zentral östlichen Teil der Hauptinsel und kann auf der Straße von La Asunción erreicht werden.

Laguna de Tacarigua

Weiter entlang der Küste kommt man nach Río Chico, einer Stadt die etwa genauso groß ist, wie Higuerote. Die Strände sind sehr schön, und genauso beliebt bei den Venezolanern. Man kommt mnit dem Bus von Caracas nach Río Chico, und es gibt ausreichend Hotels und Unterkünfte. Im Hinterland erstreckt sich der Nationalpark Laguna de Tacarigua. Eine der Attraktionen des Nationalparks ist eine Lagune, die vom offenen Meer durch eine Sandbank abgetrennt ist. Der Nationalpark umfaßt 18.400 ha Feuchtgebiete, die eine Heimat für viele Seevögel wie Pelikane, Kormorane, Flamingos, Reiher und Ibise ist. Besucher können den Park auf Bootstouren in der Lagune und dem umgebenden Labyrinth von Kanälen und Flüssen erforschen. Man braucht eine Erlaubnis (erhältlich bei INPARQUE), um in den Park zu kommen. Der Eingang liegt in der Nähe des Dorfes Tacarigua.

Macarao

Der Nationalpark liegt sowohl im Bundesdistrikt als auch im Bundesstaat Miranda. Der Park wurde 1973 gegründet, um die Wasserreserven der Hauptstadt zu schützen und umfaßt 15.000 ha Küstengebirge. Innerhalb des Nationalparks befinden sich die Staubecken der Flüsse Macarao und San Pedro.

Mariusa

Das untere Delta, das immer noch unter dem Einfluß des Orinoco steht, wird in der Regenzeit oft überflutet, der Wasserstand variiert um bis zu 15 m. Seit 1991 stehen 331.000 ha des unteren Delta als Nationalpark Mariusa unter Naturschutz.

Die Vegetation in diesem Nationalpark besteht haupsächlich aus subtropischen und tropischen Feucht- und Nebelwäldern. Man findet eine große Vielfalt an Orchideen und Baumfarnen. Aus der Tierwelt können Rehe, Opossums, rote Brüllaffen, Hasen und Faultiere gefunden werden. Auf gemieteten Pferden können schöne Ausritte unternommen werden. Man kommt in den Park über die Straße zwischen Caracas und Los Teques.

Médanos de Coro

Médanos de Coro ist die einzige Wüste Venezuelas und wurde 1974 zum Nationalpark erklärt. Sie liegt auf dem Istyhmus von Médanos und bedeckt 91.280 ha Wüsten- und Küstengebiet. Massive Sanddünen, bekannt als Médanos können eine Höhe von bis zu 40 m erreichen, und ändern durch die Winde in der Region immer wieder ihre Gestalt. Es fällt nur sehr wenig Regen, weshalb sich die Vegetation auf einige Dornenbüsche beschränkt. Ebenso ist die Fauna nicht sehr reich, es leben nur einige Echsenarten, Hasen, Füchse, Tauben und Falken in der Gegend. Besucher können die Dünen auf einem Kamelritt erforschen, und der Park kann leicht per Bus oder Taxi von Coro aus erreicht werden.

Mochima

Der Nationalpark Mochima bedeckt 94.900 ha Küsten- und Meeresgebiet. Für weitere Informationen über die Inseln des Nationalparks klicken Sie bitte auf den folgenden Link zu den Karibischen Inseln. Der Festlandteil des Nationalparks besteht haupsächlich aus bergiger Küstenlandschaft, Mangroven, und unzähligen Buchten mit karibischen Stränden. Entlang der Küste dominieren verstreute Bäume, Gräser und Büsche die Landschaft. Weiter im Gebirge wird die Vegetation dichter und üppiger. Farne und Orchideen können überall gefunden werden. Die Tierwelt beheimatet den Jaguar, Faultiere, Kapuzineräffchen, Opossums, Gürteltiere, Wildmeerschweinchen, Leguane und viele Arten von Schlangen und Seevögeln, unter anderem auch Möven und Pelikane.

Playa Arapito, Playa Colorada und Playa Santa Fe sind die bekanntesten, unter den Stränden des Nationalparks Mochima. Obwohl sie unter der Woche sehr ruhig sind, verwandeln sie sich am Wochenende und an Feiertagen in teilweise überfüllte Tourismusattraktionen. Das ruhige Wasser lädt zum Schwimmen ein, und man kann Fischerboote zu den nahegelegenen Inseln und Riffen chartern, die hervorragende Bedingungen zum Schnorcheln und Fischen bieten. Weiter im Landesinneren findet man Wasserfälle, klare Bäche und Flüsse mit natürlichen Whirlpools und Bergwanderwege. In fast allen Dörfern findet man Hotels, Posadas und Restaurants und an den Stränden kann man auch campen. Por Puestos, Taxis und Busse fahren die Küstenstraße entlang, und alle Strände und Buchten sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen.

Morrocoy

Der Nationalpark Morrocoy liegt an der Ostküste des Staates, zwischen den Städten Chichiriviche und Tucacas. Morrocoy wurde 1972 Nationalpark und umfaßt malerische Strände, Inseln, Korallenriffe, Kokoswälder und Mangroven innerhalb seiner 32.090 ha Küsten- und Meeresgebiet. Für weitere Informationen über die Inseln des Parks klicken Sie bitte auf den folgenden Link zu den Karibikinseln.Anschließend an den Park befindet sich das Cuare Wildlife Sanctuary, eines der größten Vogelreservate der Welt. Es ist die Heimat von etwa 80% der venezolanischen Seevögel und 70% der Zugvogelarten. Reiher, Flamingos, Ibisse, Tölpel, Pelikane, Kormorane, Habichte und Kolibris sind nur einige von ihnen. Die Gegend beherbergt aber nicht nur viele Vogelarten, auch Säugetiere wie der Jaguar, Brüllaffen, Ameisenbären, Waschbären Opossums, Wildmeerschweinchen, Ozelots und Bergkatzen sind dort zu finden.

Der Park kann von Cichiriviche oder Tucacas aus erreicht werden. Für Besucher stehen auch Wassersportarten wie Wasserski, Schnorcheln, Tauchen und Segeln zur Verfügung.

Páramos Batallón y La Negra

Fast eine Million Hektar der venezolanischen Anden wurden zu Nationalparks erklärt. Es gibt insgesamt acht Nationalparks in der Andenregion, wovon die bekanntesten Sierra Nevada und Sierra de la Culata sind. Der Nationalpark Sierra Nevada wurde 1952 gegründet und bedeckt 276,446 ha der Anden, darunter auch die kleinere Bergkette von Santo Domingo. Der Park beinhaltet außerdem die höchten Gipfel des Landes: Pico Bolívar (5007m), Pico Humboldt (4942m), Pico La Concha (4920m) und Pico Espejo (4765m), auf welchen die längste und höchste Seilbahn der Welt führt. Der Nationalpark La Culata umfaßt eine Fläche von 200,400 ha mit dem merkwürdigen páramo de piedras blancas an seinem höchsten Punkt. Die restlichen Nationalparks in den Anden sind Dinira, Guaramacal, Páramos Batallón y La Negra, Chorro El Indio, El Tamá und Tapó-Caparo.

Die Parks in den Anden bieten verschiedenste Landschaften innerhalb des beachtlichen Höhenunterschieds ihrer Gipfel und Täler. Subtropische Wälder verteilen sich in den Niederungen, Wolkenschichten bedecken die höheren Hänge und oberhalb von 3,300 m liegt offenes Heidemoor, bekannt als die Páramos, das sich bis zum ewigen Schnee der Gipfel ausstreckt. Zu den Säugetieren innerhalb dieses facettenreichen Ökosystems gehören unter anderem der Puma, der Jaguar, der Fuchs, der rote Brüllaffe, der Waschbär, das Stachelschwein und der gefährdete Brillenbär. Forellen und Lachse laichen in den Flüssen. An Vögeln findet man unter anderem den Adler, den Papagei, den Kolibri, den Quetzal, die Eule, den Eichelhäher, den Pieper, den Ziegenmelker und den Tukan ebenso wie den Andinischen Kondor, der erst vor kurzen wieder ins Land gebracht wurde. Die Pflanzenwelt ist genauso vielfältig. Tausende verschiedene Arten wurden bis jetzt identifiziert, unter anderem verschiedene Arten von Farnen, Pinien, Orchideen, Bromelia und Flechten. Der berühmte frailejón (espeletia) ist die typische Pflanze der Páramos. Über 40 verschiedene Arten dieser großen, beige-blättrigen Pflanze wachsen in dieser Gegend und blühen mit gelben Blüten von September bis Dezember.

Abgesehen davon, daß sie ein Paradies für Botaniker und Wildlife-Enthusiasten sind, bieten die Anden die weitaus besten Möglichkeiten im Land für Abenteuersportarten. Eine Vielzahl von Aktivitäten wird angeboten, z.B. Wandern, Trekking, Bergsteigen, Klettern, Paragleiten, Fischen, Reiten, Campen und Mountainbiken. Alles kann bei verschiedenen Reisebüros gebucht werden.

Es gibt zwei "Haupteingänge" in die Sierra Nevada. Der eine ist das Dorf Los Nevados im Norden, das mit einer Seilbahn von Barinitas oder mit einem Jeep von Mérida aus erreicht werden kann. Der andere ist La Laguna Mucubají im Süden, gleich neben der Straße nach Santo Domingo. Sierra de la Culata ist am besten von der Stadt La Culata zu erreichen. Jeeps, die für Routen abseits von gewöhnlichen Wegen unbedingt zu empfehlen sind, können auch ohne Fahrer gemietet werden. Um in den Park fahren zu dürfen, ist eine Erlaubnis von einem INPARQUE Büro notwendig.

Parima-Tapirapecó

Der Nationalpark Parima-Tapirapecó National Park umfaßt den gesamten Südosten des Staates. Mit einer Gesamtfläche von 3.900.000 ha ist er der fünftgrößte Nationalpark der Welt. Fast alle venezolanischen Yanomami-Indianer leben innerhalb seiner Grenzen. Um sie zu schüzten, ist der Zugang nur wissenschaftlichen Expeditionen gestattet. In dem Nationalpark liegt auch die Quelle des Orinoco und die Sierra Parima Berge 

Península de Paria

Der Nationalpark Península de Paría liegt in der Bergkette an der nordöstlichen Spitze der Halbinsel Paría und umfaßt ein Gebiet von ungefähr 37.500 ha. Die Küstenlandschaft steigt in steilen Hängen bis auf eine Höhe von 1.300 m. Die Küstenlinie ist sehr trocken, währen dichte, tropische Feucht- und Nebelwälder die Berghänge bedecken. Man findet eine Vielfalt von Bromelien, Heliconia, Lianen, Orchideen und viele vom Aussterben bedrohte Tier und Pflanzenarten. An Säugetieren kommen Pumas, Ozelot, Hirsche, Gürteltiere und Affen vor. Man erreicht den Park über die Straße von Carúpano nach Güiria oder per Boot. Geführte Touren werden auch angeboten.

Perijá

Der Nationalpark Perijá liegt südwestlich des Maracaibo-Sees und umfaßt 295.288 ha der Serranía de Perijá welche entlang der kolumbianischen Grenze verläuft. Der Park hat eine atemberaubende Topografie. Die Berge steigen abrupt vom Tiefland von Maracaibo auf eine Höhe von bis zu 3.500 m (Pico Tétari) an. Die dichte Vegetation in den Regen- und Nebelwäldern, Hochlandmooren und der subalpinen und alpinen Tundra beheimatet eine großartige Flora. In der Tierwelt sind unter anderem der Brillenbär sowie Kapuziner- und Brüllaffen zu finden. Man kommt auf der Straße von Maracaibo aus in den Nationalpark, es werden aber auch geführte Touren angeboten. Campen ist im Park erlaubt.

Río Viejo

In diesem riesigen Gebiet gibt es drei Nationalparks: Río Viejo in den westlichen Llanos in der Nähe der Anden, Aguaro-Guariquito im Bundesstaat Guarico und Cinaruco-Capanaparo im östlichen Teil der Llanos. Insgesamt bedecken die drei Nationalparks eine Fläche von 1.250.000 ha.

San Esteban

Östlich des Nationalparks Henri Pittier liegt der Nationalpark San Esteban, der eine Fläche von etwa 40.000 ha einnimmt. Er wurde 1987 gegründet und umfaßt den westlichen Teil der Küstengebirge, die Küste selbst und die Inseln Rey, Ráton, Alcatraz, Santo Domingo und Larga. Die Küstenregion ist durch ihre Trockenwälder charakterisiert, die in tropische Feucht- und Nebelwälder in den höheren Regionen übergehen. Die Tierwelt präsentiert sich mit Pumas, Tapiren, Bären, Rehen, Stinktieren, Ozelots, Papageien, Eulen, Tauben und vielen verschiedenen Reptilienarten. Schwimmen, tauchen und Bootstouren sind ebenso beliebt, wie Trekking-Touren in den Bergen des Parks. San Esteban kann über die Straße von Puerto Cabello aus erreicht werden.

Serranía La Neblina

Der Nationalpark Serranía La Neblina liegt an der südlichen Spitze des Staates und umfaßt die Bergkette Serranía La Neblina. Die höchste Erhebung der Bergkette ist mit 3040 m der Pico La Neblina, Lateinamerikas größter Berg außerhalb der Anden und der größte Tafelberg der Welt. Der Tafelberg wird von dem Cañon Grande del Río Baría in zwei Teile geteilt, eine der tiefsten Schluchten der Welt. Der Nationalpark bildet zusammen mit Parima-Tapirapecó das Alto-Orinoco-Casiquiare-Reservat.

Sierra Nevada, Sierra La Culata, Tapó-Caparo

Fast eine Million Hektar der venezolanischen Anden wurden zu Nationalparks erklärt. Es gibt insgesamt acht Nationalparks in der Andenregion, wovon die bekanntesten Sierra Nevada und Sierra de la Culata sind. Der Nationalpark Sierra Nevada wurde 1952 gegründet und bedeckt 276,446 ha der Anden, darunter auch die kleinere Bergkette von Santo Domingo. Der Park beinhaltet außerdem die höchten Gipfel des Landes: Pico Bolívar (5007m), Pico Humboldt (4942m), Pico La Concha (4920m) und Pico Espejo (4765m), auf welchen die längste und höchste Seilbahn der Welt führt. Der Nationalpark La Culata umfaßt eine Fläche von 200,400 ha mit dem merkwürdigen páramo de piedras blancas an seinem höchsten Punkt. Die restlichen Nationalparks in den Anden sind Dinira, Guaramacal, Páramos Batallón y La Negra, Chorro El Indio, El Tamá und Tapó-Caparo.

Die Parks in den Anden bieten verschiedenste Landschaften innerhalb des beachtlichen Höhenunterschieds ihrer Gipfel und Täler. Subtropische Wälder verteilen sich in den Niederungen, Wolkenschichten bedecken die höheren Hänge und oberhalb von 3,300 m liegt offenes Heidemoor, bekannt als die Páramos, das sich bis zum ewigen Schnee der Gipfel ausstreckt. Zu den Säugetieren innerhalb dieses facettenreichen Ökosystems gehören unter anderem der Puma, der Jaguar, der Fuchs, der rote Brüllaffe, der Waschbär, das Stachelschwein und der gefährdete Brillenbär. Forellen und Lachse laichen in den Flüssen. An Vögeln findet man unter anderem den Adler, den Papagei, den Kolibri, den Quetzal, die Eule, den Eichelhäher, den Pieper, den Ziegenmelker und den Tukan ebenso wie den Andinischen Kondor, der erst vor kurzen wieder ins Land gebracht wurde. Die Pflanzenwelt ist genauso vielfältig. Tausende verschiedene Arten wurden bis jetzt identifiziert, unter anderem verschiedene Arten von Farnen, Pinien, Orchideen, Bromelia und Flechten. Der berühmte frailejón (espeletia) ist die typische Pflanze der Páramos. Über 40 verschiedene Arten dieser großen, beige-blättrigen Pflanze wachsen in dieser Gegend und blühen mit gelben Blüten von September bis Dezember.

Abgesehen davon, daß sie ein Paradies für Botaniker und Wildlife-Enthusiasten sind, bieten die Anden die weitaus besten Möglichkeiten im Land für Abenteuersportarten. Eine Vielzahl von Aktivitäten wird angeboten, z.B. Wandern, Trekking, Bergsteigen, Klettern, Paragleiten, Fischen, Reiten, Campen und Mountainbiken. Alles kann bei verschiedenen Reisebüros gebucht werden.

Es gibt zwei "Haupteingänge" in die Sierra Nevada. Der eine ist das Dorf Los Nevados im Norden, das mit einer Seilbahn von Barinitas oder mit einem Jeep von Mérida aus erreicht werden kann. Der andere ist La Laguna Mucubají im Süden, gleich neben der Straße nach Santo Domingo. Sierra de la Culata ist am besten von der Stadt La Culata zu erreichen. Jeeps, die für Routen abseits von gewöhnlichen Wegen unbedingt zu empfehlen sind, können auch ohne Fahrer gemietet werden. Um in den Park fahren zu dürfen, ist eine Erlaubnis von einem INPARQUE Büro notwendig.

Sierra San Luis

Südlich von Coro liegen die Berge der Sierra de San Luis, von denen 20.000 ha zum Nationalpark erklärt wurden. Die gesamte Sierra liegt auf einer Kalksteinbasis, die von einem System von Höhlen und unterirdischen Flüssen unterwandert ist. Unter ihnen der größte Unterirdische See des Landes, die Cueva del Río Acarite. In dem Park liegen die Wasserreserven der Halbinsel Paraguaná. Tropische Nebelwälder bedecken die Täler und Berghänge, was ideale Lebensbedingungen für eine reiche Tierwelt, unter anderem für die Fettvögel (guácharo) und die Bergkatze schafft. Der Park kann von Curimagua aus erreicht werden, wo man auch Unterkünfte und Reiseveranstalter finden kann.

Terepaima

Der Nationalpark Terepaima liegt südlich von Barquisimeto am Fluß Río Amarillo (Gelber Fluß) im Staat Portuguesa. Der Park bedeckt eine Fläche von 16.971 ha Savannen- Regenwald- Nebelwald- und Berglandschaft und ist ein wichtiges Wasserreservoir. Pumas, Ozelots, Opossums, Affen, Stinktiere, Tapiere und Faultiere können ebenso gefunden werden, wie unzählige Vogelarten. Der Park kann von Barquisimeto aus über die Straße erreicht werden, und bietet Campingmöglichkeiten.

Tirgua

Grenzüberschreitend von Lara nach Yaracuy erstreckt sich der Nationalpark Tiruga, der den westlichen Teil der Küstenkordilliere umfasst, die eigentlich ein kleiner Ausläufer der Anden ist. Die Landschaft besteht aus Savannen und Wäldern. Verschiedene Flüsse fließen durch den Park, die alle ins Orinocobecken münden. Kapuziner- und Brüllaffen sind ebenso zu finden, wie eine reichhaltige Flora. Der Park kann über verschiedene Straßen aus den umliegenden Städten erreicht werden.

Turuépano

Der Nationalpark Turuépano umfaßt die Insel Turuépano im Golf von Paría, südlich der Halbinsel. Er bedeckt etwa 70.000 ha und ist das größte geschützte Sumpfgebiet Venezuelas. Savannen, Lagunen, Kanäle, Sümpfe, Mangroven, Sumpfwälder und Torfmoore formen eine unglaublich vielfältige Landschaft. Die am häufigsten vorkommenden Pflanzen sind Farne und Moriche-Palmen. Das riesige Feuchtgebiet ist ebenso Heimat einer Vielzahl von Tieren, wie Otter, Tapire, Füchse, Waschbären, Fledermäuse, Wasservögel, Wasserschlangen, Aligatoren und Kaimane. In dem Park leben ebenfalls einige Angehörige des Stammes der Warao-Indianer. Der Eingang des Parks liegt bei Puerto Ajíes und kann nur auf dem Wasserweg erreicht werden.

Yacambú

Am Fuße der Anden liegend, erstreckt sich der Nationalpark Yacambú über etwa 14.580 ha tropischer Regenwälder und das Quellgebiet des Flusses Yacambú. Die zerklüftete Landschaft im östlichen Teil des Parks umfaßt die schöne Lagune El Blanquito, die Angosturaschlucht und den erloschenen Vulkan Sanare. Fauna und Flora ist in dem Park im Überfluß vorhanden, unter anderem können Pumas, Füchse, Hirsche, Opossums und eine Vielzahl von Vögeln, besonders Kolibris und Papageienarten, und viele Echsenarten und Schlangen beobachtet werden. Der Park kann von Sanare, Quibor und Cubiro aus erreicht werden, und bietet Campingmöglichkeiten, Picknicplätze und Andenkenläden.

Yapacana

Im mittleren Westen des Staates liegt der Nationalpark Yapacana, der Venezuelas höchste Ebene, vielleicht sogar die höchste der Welt, einschließt. Das einzigartige Plateau erhebt sich abrupt von den umliegenden Niederungen auf 1.245 m und weist eine enorme Vielfalt von vom Aussterben bedrohter Fauna und Flora auf.

Yurubi

Nördlich von San Felipe liegt der Nationalpark Yurubí. Der Park liegt in einer Bergregion und bedeckt eine Fläche von 23.670 ha. Die Landschaft ist von dichter, tropischer Vegetation geprägt, die von den Flüssen Yurubí, Guayabito, und Carabobo durchzogen wird. Der Regenwald geht ab einer Höhe von 1000 bis 2000 m in Nebelwald über und die feuchte Luft begünstigt das Wachstum vieler Baumfarne, Orchideen und Bromelien. Die Tierwelt zeigt das Ozelot, Wildmeerschweinchen, Tapire und viele Reptilienarten. Der Park ist von großer ökologischer Bedeutung und schützt das Becken des Flusses Yacambú, das Wasserreservoir von San Felipe. Der Park kann leicht über die Straße erreicht werden.

 

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